Logo Peter Hahn - erfolgreich auswandern Für immer Neuseeland

Wir sind unserem großen Traum jetzt sehr viel näher gekommen.
Stefan und Kathrin Ming

alle Kundenempfehlungen
Buch: Fuer immer Neuseeland - Erfolgreich auswandern

"Für immer Neuseeland - Erfolgreich auswandern"

Hardcover; 208 Seiten; ca. 35 Fotos; 14 x 21 cm
ISBN 978-3-934031-77-7
E 29,80

weitere Informationen

Lizensierung

Logo: License
Peter Hahn ist seit dem 19. Februar 2009 ein von der IAA (Immigration Advisor Authority) zugelassener Einwanderungsberater. Ab dem 04. Mai 2009 dürfen in Neuseeland nur noch offiziell zugelassene Einwanderungsberater praktizieren. Die Zulassung wird nicht für die Beraterfirma, sondern individuell für jeden Berater erteilt.

Siehe dazu auch den dazu geschriebenen Kommentar.

Einwanderung im Land der Kleinunternehmer


Neuseeland ist ein Land der Kleinunternehmer. Small Business is Big Business! Der typische Kiwi träumt davon, sein eigener Boss zu sein und viele verwirklichen ihren Traum auch irgendwann im Leben. Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider: 86% aller Firmen haben weniger als 5 Angestellte, 96% haben weniger als 20 Angestellte und weniger als 1% neuseeländischer Unternehmen stellen 100 oder mehre Leute an!

Sich selbständig zu machen, ist nicht schwierig in Neuseeland – aus bürokratischer Sicht jedenfalls. Eine mit einer GmbH vergleichbare Firma (limited liability company) ist schnell und unkompliziert gegründet und Stammkapital in Höhe von einem Dollar ist ausreichend. Selbst als nicht ansässiger Ausländer kann man hier eine Firma unkompliziert gründen.

Man sollte meinen, dass sich dieser „entrepreneurial Spirit“, dieser Unternehmergeist, auch in der Einwanderungspolitik Neuseelands niederschlägt – also, dass ausländische Unternehmer willkommen geheißen werden. Auf den ersten Blick scheint das auch der Fall zu sein, schließlich gibt es eine eigens für Unternehmer geschaffene Einwanderungskategorie, die Entrepreneur Category. Sinn und Zweck der Entrepreneur Category ist es, ausländisches Unternehmertum, Know How und Technologie für Neuseeland zu gewinnen. Die Anforderungen sind recht streng – es reicht daher nicht aus, dass man hier einfach ein Motel oder einen Backpacker kauft. Man muss schon darlegen können, wie genau man die neuseeländische Wirtschaft bereichert. Dagegen wird man vom Prinzip her kaum etwas einwenden können. Es ist verständlich und macht Sinn, dass man sich nicht einfach nur durch den Kauf eines Geschäfts hier die Aufenthaltserlaubnis „kaufen“ kann. Das war vor ein paar Jahren mal so und führte dazu, dass die Preise der Waschsalons und Tante-Emma-Läden in die Höhe getrieben wurden.

Bei genauerer Betrachtung der Anforderungen der Entrepreneur Category stellt sich aber schnell heraus, dass es aus der Sicht des Unternehmers sehr riskant und abenteuerlich ist, sich auf die bürokratischen Pfade dieser Einwanderungskategorie zu begeben. Vom Unternehmer wird verlangt, dass er (ohne hier zu sein – und folglich mit nur sehr geringen Marktkenntnissen) einen plausiblen Geschäftsplan aufstellt. Ein überwindbares Problem, schließlich kann man sich ja beraten lassen und sich indirekt über Markt und Geschäftsgepflogenheiten informieren. Nein, das größte Problem ist die Vermischung und Vermengung von Einwanderungsambitionen mit geschäftlichen Ambitionen.

Ein vernünftiger Unternehmer würde erstmal in Neuseeland leben wollen, um vor Ort ohne Zeitdruck selbst ein Gefühl für den Markt zu bekommen und seine eigenen Kontakte knüpfen zu können. Geht leider nicht, da man eine Aufenthaltserlaubnis erst bekommt, nachdem man die Behörden überzeugt hat, dass man eine plausible und für Neuseeland vorteilhafte Geschäftsidee hat.

Ein vernünftiger Unternehmer würde wohl auch gerne die Sicherheit haben, wenn er schon Geld, Zeit und Energie in ein Geschäft in Neuseeland investiert, dass er dann auch dauerhaft hier leben darf. Geht leider auch nicht, denn man bekommt zunächst nur eine auf drei Jahre begrenzte Arbeitserlaubnis und es ist theoretisch möglich, dass man nach drei Jahren wieder nach Hause geschickt wird, weil das Geschäft – nach Ansicht der Bürokraten - nicht erfolgreich war.

Ein vernünftiger Unternehmer würde wohl auch gerne soviel Steuern sparen, wie auf legaler Basis möglich. Wahrscheinlich wird er sich aber aus einwanderungstechnischen Gründen dagegen entscheiden und seinem Steuerberater sagen, dass er soviel Steuern wie möglich zahlen möchte, schließlich soll das Unternehmen nach Ablauf der ersten drei Jahre ja so profitabel wie möglich aussehen, damit die Einwanderung genehmigt wird und er mit seiner Familie im Land bleiben darf.

Mit anderen Worten, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, sollte man die Finger von der Entrepreneur Category lassen und versuchen, aufgrund der anderen Einwanderungskategorien einwandern – selbst wenn das bedeutet, dass man erstmal eine Weile im Angestelltenverhältnis arbeitet (auch wenn es einem als gestandener Unternehmer schwer fällt).

Es gibt aber auch einige Fallkonstellationen, wo es möglich ist, einzuwandern (also einen Residence Permit zu erhalten), ohne dass man einen Job in Neuseeland nachweisen muss – ideal also für Auswanderer, die sich gerne selbständig machen wollen. Hintergrund ist, dass Neuseelands Kleinunternehmer in den letzten Jahren immer wieder den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften als Haupthindernis für schnelleres und größeres Wachstum bemängelt haben. Die Regierung hat reagiert und es wurde eine Liste von Berufen aufgestellt, die bei der Einwanderung besonders bevorzugt wird, die „Long Term Skill Shortage List“. Hier sind ein paar Fallbeispiele (nicht abschließend) wo (zurzeit) eine Auswanderung möglich ist, ohne den Nachweis eines Arbeitsplatzes in Neuseeland:

•    Kfz-Mechaniker (am besten sogar Kfz-Meister), Anfang 40, mit über 10 Jahren Berufserfahrung
•    Tischler (am besten Tischler-Meister), Anfang 30, mit über 6 Jahren Berufserfahrung
•    Koch, Ende 40, mit über 10 Jahren Berufserfahrung
•    Informatiker, Anfang 50, mit über 10 Jahren Berufserfahrung

Zu beachten ist allerdings in all den oben genannten Fällen, dass ein Englischtest bestanden werden muss und dass die Ausbildungen einem gewissen Mindeststandard entsprechen. Beides muss im Vorfeld abgeklärt werden!

Es bleibt den Mechanikern, Tischlern, Köchen und Informatikern überlassen, ob Sie sich hier in Neuseeland einen Job suchen, nur noch Golf spielen oder sich selbständig machen. Wer Unternehmergeist hat, kann sich Zeit lassen und in Ruhe seine Nische suchen.

Nach oben

Letzte Änderung: 10.08.2010

Logo Peter Hahn - erfolgreich auswandern

Peter Hahn

Jurist, Autor und Berater
Director of Hahn & Associates Ltd.

Firmengründungen, Offshore Gesellschaften, Trusts, Finanz-dienstunternehmen (keine Banklizenz notwendig!)

Erfolgreich auswandern

Dezember 2009: Neue Investor Category (dritter Teil)

Bevor man sich auf ein Anlageportfolio festlegt, gilt es das Risikoprofil der Anleger zu ermitteln. Man unterscheidet zwischen fünf verschiedenen Risikoprofilen: defensiv, konservativ, ausgeglichen (balanced), wachstumsorientiert und aggressiv. Danach richtet sich, wie die Anlagen zwischen den einzelnen Anlageklassen verteilt werden, so dass die Portfolios unserer Musterkandidaten sich deutlich unterscheiden.... mehr >

Alle Artikel >

News (nicht nur über Auswandern!)

Hier können Sie aktuelle Artikel aus neuseeländischen Publikationen, meist Tageszeitungen, (in Englischer Sprache) einsehen:

Lifestyle Auswanderungsgrund für Investoren

Zum Archiv >