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Peter und Yvonne Arnold

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Buch: Fuer immer Neuseeland - Erfolgreich auswandern

"Für immer Neuseeland - Erfolgreich auswandern"

Hardcover; 208 Seiten; ca. 35 Fotos; 14 x 21 cm
ISBN 978-3-934031-77-7
E 29,80

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Peter Hahn ist seit dem 19. Februar 2009 ein von der IAA (Immigration Advisor Authority) zugelassener Einwanderungsberater. Ab dem 04. Mai 2009 dürfen in Neuseeland nur noch offiziell zugelassene Einwanderungsberater praktizieren. Die Zulassung wird nicht für die Beraterfirma, sondern individuell für jeden Berater erteilt.

Siehe dazu auch den dazu geschriebenen Kommentar.

Neue Investor Category (dritter Teil)


Dies ist der dritte und vorerst letzte Teil zum Thema Investor Category. In den letzten beiden Artikeln wurde erläutert, unter welchen Voraussetzungen man als Investor einen Residence Permit (unbefristete Daueraufenthaltserlaubnis) für Neuseeland erhalten kann. Außerdem wurde die Hypothese aufgestellt, dass Neuseeland eine attraktive Plattform für Geldanlagen bietet, und zwar unabhängig davon, ob man einwandern will oder nicht!

Zur Veranschaulichung wurden einige Fallbeispiele aufgezeigt. Zwei der dort erwähnten Beispiel werden jetzt im Folgenden weitergesponnen. Da es sich dabei um Einwanderungs-Szenarien handelt, gelten die folgenden durch das Einwanderungsrecht bestimmten Vorgaben:

- Mindestinvestitionssumme 1,5 Millionen NZ$ (also cirka  750.000 €)
- Keine Investitionen in Festgeldanlagen bei Banken
- Keine Investitionen in sog. Residential Property
- Darüberhinaus 1 Million Settlement Funds zum Hauskauf, bzw. freien Verwendung

Investoren, die nicht einwandern wollen, müssen sich an die obigen Vorgaben natürlich nicht halten! Bevor man sich auf ein Anlageportfolio festlegt, gilt es das Risikoprofil der Anleger zu ermitteln. Man unterscheidet zwischen fünf verschiedenen Risikoprofilen: defensiv, konservativ, ausgeglichen (balanced), wachstumsorientiert und aggressiv. Danach richtet sich, wie die Anlagen zwischen den einzelnen Anlageklassen verteilt werden, so dass die Portfolios unserer Musterkandidaten sich deutlich unterscheiden.

Erstes Fallbeispiel: Ein Ehepaar (Max und Rita) sind beide über 60 Jahre alt. Ihre beiden Kinder sind erwachsen und stehen auf eigenen Füßen, sind also finanziell nicht mehr von den Eltern abhängig. Geplant ist, sich in Neuseeland zur Ruhe zu setzen, ein nettes Haus zu kaufen und ein oder zwei Urlaubsreisen pro Jahr zu unternehmen. Max will die Geschäftsführung des Familienunternehmens auf seinen Sohn übertragen. Max will aber seine mehrheitlichen Geschäftsanteile im Wert von cirka 500.000 € zumindest in den nächsten Jahren behalten. Max will aber keinen Streß mehr, so dass er sich nur noch eine Mentor-Rolle im heimatlichen Unternehmen spielen will. Es ist zu erwarten, dass das Familienunternehmen Rendite und/oder Beraterhonorare an Max zahlt. In welcher Höhe ist im Moment aufgrund der angespannten Wirtschaftslage in Deutschland nicht vorherzusagen. Max will daher in Neuseeland unabhängig vom Einkommen aus dem Familienunternehmen sein. Max möchte die Mindestinvestitionssumme von 1,5 Millionen NZ$ anlegen. Folgendes Anlageportfolio kommt für das Ehepaar in Betracht:

Aufgrund der Vorgaben kommt ein defensives Risikoprofil in Betracht. Unter Zugrundelegung der neuseeländischen Lebenshaltungskosten sollten den Beiden ein Jahreseinkommen von cirka $80,000 netto (also nach Abzug der Steuer) ausreichen. Das entspricht in Neuseeland einem gehobenen Lebensstandard, jedenfalls wenn für Max und Rita nach dem geplanten Hauskauf keine Mietkosten anfallen.

Die Verteilung eines defensiven Portfolios würde folgendermaßen aussehen:

Kurzfristige festverzinsliche Anlagen        11% des Portfolios    $ 165.000
Langfristige festverzinsliche Anlagen    69% des Portfolios    $ 1.035000
Immobilien-Fonds                6% des Portfolios    $ 90.000
Aktien                        14% des Portfolios    $ 210.000

Festverzinzliche Anlagen umfassen sowohl Government Bonds (Regierungsanleihen), als auch Corporate Bonds (Industrieanleihen). Da es sich um ein defensives Portfolio handelt, kommen nur Bonds mit einem Investment Rating von A oder besser in Betracht. Das wären zum Beispiel Anleihen der großen neuseeländischen Banken, Telecom oder auch Auckland Airport.

Die hier in Neuseeland an der Börse gelisteten Immobilien-Fonds sind im Gegensatz zu dem was man aus Europa kennt ”erzkonservative“ Anlagen in kommerzielle Industrie-, Bürogebäude und Einzelhandelszentren mit einer maximalen Beleihung von 42%. Die Mieteinnahmen werden daher zu einem hohen Prozentsatz als Zinserträge an Investoren ausgeschüttet. Der Anleger profitiert daher sowohl von den regelmäßigen Zinserträgen als auch vom potentiellen Wertzuwachs des Immobilienfonds!

Bei einer defensiven Anlagestrategie sollte auch bei den Aktien auf große Firmen mit starkem cash flow gesetzt werden, um Risiken zu minimieren. Eine Besonderheit des neuseeländischen Aktienmarktes ist, dass die Profite der Gesellschaften in einem größeren Ausmaß als Dividende ausgeschüttet werden, als man das von eurpoäischen oder auch amerikanischen Aktien kennt. So können auch Aktien zur Generierung eines regelmäßigen Einkommens genutzt werden. Zur Zeit sind Dividende von über 10% erzielbar!

Wichtig ist für Max und Rita, ein regelmäßiges und verläßliches Einkommen zu haben. Mit der hier vorgestellten Anlagestrategie ist mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 7% pro Jahr zu rechnen, was 105.000 NZ$ im Jahr entsprechen würde. Nach Abzug der Steuern bleibt den Beiden dann ein Zinseinkommen von immerhin 84.000 NZ$ - also vollkommen ausreichend, um Ihr Leben hier in Neuseeland zu finanzieren. Darüberhinaus können sie von der potentiellen Wertsteigerung des Portfolios profitieren, und zwar steuerfrei, denn Kapitalerträge sind in Neuseeland steuerfrei. Außerdem ist ja davon auszugehen, dass Ihnen ja auch noch in absehbarer Zeit die Altersrente aus Deutschland gezahlt werden wird – es gibt also keinen Grund für Max und Rita, sich in Neuseeland finanzielle Sorgen zu machen!

Zweites Fallbeispiel:

Ein junges Ehepaar (Frank und Dagmar), beide Anfang 30, planen mit ihren beiden Kleinkindern ein neues Leben in Neuseeland. Sie haben ein Vermögen von insgesamt 2,5 Millionen NZ$ geerbt. Frank möchte mittel- bis langfristig in Neuseeland arbeiten. Da er aber nicht sicher sein kann, ob er einen Job hier findet, sollte der Lebensunterhalt möglichst von den Anlagen in Neuseeland zu finanzieren sein. Frank und Dagmar haben sich auch schon auf dem Immobilienmarkt in Neuseeland umgesehen und sind überzeugt, ein ansprechendes Haus für cirka 800.000 NZ$ finden zu können. Folgendes Anlageportfolio kommt in Betracht:

Im Gegensatz zu Max und Rita aus dem ersten Beispiel haben Frank und Dagmar ein ausgeglichenes (”balanced“) Risikoprofil, so dass die Verteilung der Mindestinvestitionssumme von 1,5 Millionen NZ$ in die verschiedenen Anlageklassen etwas anders gewichtet ist:

Kurzfristige festverzinsliche Anlagen        4% des Portfolios    $ 60.000
Langfristige festverzinsliche Anlagen    46% des Portfolios    $ 690.000
Immobilien Fonds                 9% des Portfolios    $ 135.000
Aktien                        14% des Portfolios    $ 615.000

Frank und Dagmar können mit einem durchschnittlichen Wertzuwachs, bzw. Ertrag (also Kapitalertrag, Dividende und Zinserträge) von 8% pro Jahr rechnen, was 120,000 NZ$ entspräche, ein im neuseeländischen Kontext gehobenes Einkommen für eine vierköpfige Familie mit jungen Kindern.

Da der höhere Anteil an Aktien und Immobilien zu stärkeren Schwankungen im Gesamtwert des Portfolios führen kann, werden über die 1,5 Millionen NZ$ hinaus noch weitere 200.000 NZ$ der Settlement Funds (nicht vergessen, die Beiden haben ja auch noch 1 Million NZ$ in sog. Settlement Funds zur Verfügung, wovon sie ja nur 800.000 NZ$ für ihr Haus ausgeben!) in kurzfristige festverzinsliche Anlagen investiert. Das gibt die nötige Sicherheit für ein regelmäßiges Einkommen.

Im Gegensatz zu Max und Rita aus unserem ersten Beispiel würden Frank und Dagmar nicht in Government Bonds anlegen, sondern nur sogenannte Corporate Bonds (Industrieanleihen) von guter Qualität kaufen, um einen höhere Zinsertrag zu erzielen. Bei den Aktien würde der Schwerpunkt wiederum auf stabilen Werten liegen, die hohe Dividende ausschütten.

In beiden Fallbeispielen stellen sich Fragen nach dem Zeitablauf. Nur die wenigsten haben ein paar Millionen NZ$ einfach so auf einem Bankkonto rumliegen. Häufig steckt das Vermögen in Immobilien, Geschäften oder Anlageportfolios. Insbesondere bei Immobilien und Geschäftsanteilen ist die Liquidität natürlich begrenzt. Solche Werte zu verkaufen, braucht Zeit – man will ja möglichst keinen Verlust erleiden.

Nochmal zur Klarstellung – es ist nicht notwendig, die gesamte Summe von 2,5 Millionen NZ$ nach Neuseeland zu transferieren. Eine Million kann zu Hause investiert bleiben (siehe dazu ausführlicher die beiden Artikel in den letzten Ausgaben)!

Ab Genehmigung des Residence Antrages durch die Einwanderungsbehörde (Immigration New Zealand) werden den Antragstellern bis zu 24 Monate Zeit gegeben, um die Vermögenswerte zu verkaufen und in Neuseeland anzulegen. Es ist empfehlenswert, sich schon vor der Liquidierung um geeignete Anlagen in Neuseeland zu kümmern, um bei unvorhergesehenen Verzögerungen bei der Vermögensveräußerung keine überstürzten Anlageentscheidungen treffen zu müssen!

Erst wenn die Behörde über die Geldanlage in Neuseeland informiert ist, wird das Residence Visa erteilt. Mit anderen Worten, unter Ausnutzung sämtlicher Fristen, hat man drei Jahre ab Antragsgenehmigung Zeit, seine Auswanderung vorzubereiten. Der vorgegebene Zeitrahmen sollte eigentlich ausreichen, Hab und Gut sowie Kind und Kegel auf die andere Erdhalbkugel zu verfrachten!

Haftungsausschluß: Die obigen Fallbeispiele sind hypothetisch und sollen keinesfalls als Anlageberatung verstanden werden. Bevor Anlageentscheidungen getroffen werden, sollte Rat von einem qualifizierten Fachmann eingeholt werden.


Autoren: Peter hahn und Peter Tetzlaff 

Peter Tetzlaff lebt seit 1998 inNeuseeland. Peter arbeitet als Financial Adviser und selbstständiger Partner der Milestone Gruppe, www.milestonefinancial.co.nz , einer der größten unabhängigen Firmen mit cirka NZ$ 400 Millionen Anlagevermögen, mit Praxen auf der Nord- und Südinsel. Peter berät neben seinen vielen neuseeländischen Kunden gezielt deutsche Einwanderer und Investoren in Sachen Investment, Altersvorsorge, Lebens- und Krankenversicherung. www.petertetzlaff.com .

Letzte Änderung: 10.08.2010

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Peter Hahn

Jurist, Autor und Berater
Director of Hahn & Associates Ltd.

Firmengründungen, Offshore Gesellschaften, Trusts, Finanz-dienstunternehmen (keine Banklizenz notwendig!)

Erfolgreich auswandern

Dezember 2009: Neue Investor Category (dritter Teil)

Bevor man sich auf ein Anlageportfolio festlegt, gilt es das Risikoprofil der Anleger zu ermitteln. Man unterscheidet zwischen fünf verschiedenen Risikoprofilen: defensiv, konservativ, ausgeglichen (balanced), wachstumsorientiert und aggressiv. Danach richtet sich, wie die Anlagen zwischen den einzelnen Anlageklassen verteilt werden, so dass die Portfolios unserer Musterkandidaten sich deutlich unterscheiden.... mehr >

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