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Armin Rose

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Buch: Fuer immer Neuseeland - Erfolgreich auswandern

"Für immer Neuseeland - Erfolgreich auswandern"

Hardcover; 208 Seiten; ca. 35 Fotos; 14 x 21 cm
ISBN 978-3-934031-77-7
E 29,80

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Peter Hahn ist seit dem 19. Februar 2009 ein von der IAA (Immigration Advisor Authority) zugelassener Einwanderungsberater. Ab dem 04. Mai 2009 dürfen in Neuseeland nur noch offiziell zugelassene Einwanderungsberater praktizieren. Die Zulassung wird nicht für die Beraterfirma, sondern individuell für jeden Berater erteilt.

Siehe dazu auch den dazu geschriebenen Kommentar.

Flucht nach Neuseeland?


Gute Nachrichten sind selten in diesen Zeiten. Finanzkrise mit Bankenpleiten, allgemeine Wirtschaftskrise mit fallenden Exportzahlen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit, Kreditklemme mit Finanzierungsengpässen – die Liste scheint schier endlos! Ist das der richtige Zeitpunkt, um seine sieben Sachen zu packen und ans andere Ende der Welt, nach Neuseeland, auszuwandern?

Schön wäre es, wenn man sagen könnte, dass Neuseeland ein Inselparadies im Pazifik ist, das nicht nur eine weitgehend unberührte Natur vorweisen kann, sondern auch eine Wirtschaft, die von den globalen Tumulten verschont geblieben ist. Leider ist dem nicht so! Zwar waren die neuseeländische Banken im internationlen Handel mit Kreditpaketen und Derivaten (was ja letztendlich zur weltweiten Finanzkrise geführt hat) nicht involviert, trotzdem ist Neuseelands Wirtschaft aber zu sehr mit der globalen Wirtschaft verwoben, um völlig ungeschoren davon gekommen zu sein.

Die Bauwirtschaft, der Einzelhandel, Hersteller, Exporteure, Tourismus und Gastronomie sind alle betroffen. Die Folgen für Otto Normalverbraucher sind – wie anderswo auch – Entlassungen, Kurzarbeit und steigende Arbeitslosigkeit. Aus der Einwanderungsperspektive betrachtet, bedeutet das, dass es momentan schwer ist, Arbeit zu finden! Handwerker, zum Beispiel, die letztes Jahr noch mit Handkuß von jedem Arbeitgeber begrüßt wurden, müssen sich jetzt in eine Schlange mit vielen neuseeländischen Bewerbern einordnen!

Also auch aus Neuseeland nur schlechte Nachrichten? Ganz so kraß ist es nicht! Insbesondere für Interessenten, die jetzt mit Auswanderungsgedanken spielen, gibt es Positives zu berichten. Der neuseeländische Dollar ist momentan auf einem historischen Tiefstand. Das ist gut für die, die Euros mitbringen. Im Februar 2008 bekam man für 100.000 € nur cirka 190.000 NZ$. Im Februar 2009 sind dagegen 240.000 NZ$ realistisch! Dazu kommt, dass momentan auch die Hauspreise runtergehen, was in Neuseeland, historisch gesehen, selten vorkommt. Je nach Region sind die Hauspreise bis zu 12% gefallen. Immer häufiger kommt es auch zu Zwangsversteigerungen weil die Hausbesitzer Ihre Hypothekenzinsen nicht mehr abzahlen können. In Zwangsversteigerungen werden Häuser noch deutlicher unter Wert verkauft, als vom allgemeinen Trend vorgezeichnet – eine gute Gelegenheit also für Schnäppchen!

Eine Frage ist natürlich berechtigt: was nützt es, wenn man in seinem schönen Haus sitzt, das man günstig erworben hat, aber keine Arbeit und folglich kein Einkommen hat? Hier dürfte die Zeit für einen arbeiten. Das Einwanderungsprozedere ist ein Prozeß, der sich nicht von heute auf morgen abwickeln läßt. Wer heute die ersten vorbereitenden Schritte zur Einwanderung unternimmt, kann die berechtigte Hoffnung hegen, dass im Zeitpunkt der Übersiedlung bessere Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt herrschen werden. Folgende Gründe unterstützen die Hypothese:

Die Bauwirtschaft sollte sich in absehbarer Zeit wieder erholen, da erstens die Regierung ein Maßnahmenpaket insbesondere zur Stimulierung der Bauwirtschaft verabschiedet hat. Zweitens zeichnet sich jetzt schon ein Engpaß auf dem Wohnungs- und Hausmarkt ab. Noch im Laufe des Jahres 2009 ist damit zu rechnen, dass die Häuser, die auf dem Markt sind, nicht den Bedarf decken können, der nicht zuletzt aufgrund der Einwanderer aus aller Welt entsteht. Drittens wird es in absehbarer Zeit auch wieder Kredit für Bauprojekte geben, denn Investoren finden wieder Geschmack an Finanzfirmen, die stark an der Finanzierung von Bauprojekten beteiligt sind, da die Regierung die Einlagen garantiert und da die Zinsen attraktiv sind. Auch die Banken werden irgendwann wieder Kredit gewähren, denn schließlich ist der Verkauf von Geld ja ihr Geschäft, ohne das sie nicht überleben können!

Das Ankurbeln der Baukonjunktur wird sich positiv auf die allgemeine Wirtschaft inklusive Arbeitsmarkt auswirken. Aber auch sonst ist Neuseeland recht gut gerüstet. Der Leitzinssatz liegt in Neuseeland zur Zeit (Februar 2009) bei 3,5%. Das ist ein guter Puffer verglichen mit den 0 – 0,25% der Federal Reserve Bank in den USA und ermöglicht der neuseeländischen Zentralbank noch weitere Zinssenkungen in der Zukunft. In der Tat wird in Wirtschaftskreisen prognostiziert, dass der Leitzinssatz noch bis auf 2% runtergehen wird – also auf den Level des zur Zeit (Februar 2009) geltenden Leitzinssatzes der Europäischen Zentralbank.

Trotz der auch in Neuseeland steigenden Arbeitslosigkeit ist die Arbeitslosenquote im internationalen Vergleich niedrig. Im Dezember 2008 lag die Quote bei 4,9%, nachdem die Quote jahrelang unter 4% lag. Von Entlassungen besonders start betroffen sind in erster Linie unqualifizierte Arbeitskräfte. Neuseeland braucht immer noch qualifizierte Fachkräfte, auch wenn Unternehmer sich momentan mit Neuanstellungen zurückhalten. Mittel- bis langfristig werden aber auch neuseeländische Unternehmer ihre abwartende Position aufgeben müssen und wieder qualifizierte Fachkräfte einstellen.

Dass Neuseeland (und der Rest der Welt) sich wieder wirtschaftlich erholen wird, scheint niemand glaubhaft zu bezweifeln. Die Frage ist nur, wie lange wird es dauern? Als Einwanderer hat man zwei Möglichkeiten, man kann entweder in Ruhe auf dem „Seitenstreifen“ abwarten, bis die „konjunkturielle Ampel“ wieder auf Grün schaltet oder man kann die Zeit nutzen und schonmal den Gang einlegen, damit man bei Grün auch gleich losfahren kann.

In Krisenzeiten trennt sich die Spreu vom Weizen oder anders ausgedrückt: es wird Gewinner und Verlierer geben. Wer sich in Krisenzeiten gut für die Zukunft positioniert, hat die besten Chancen am Ende als Gewinner dazustehen. Dieses allgemeingültige „Erfolgsrezept“ gilt auch für Einwanderungsaspiranten – wer als erster in die Gänge kommt, ist vorne mit dabei, wenn die Wirtschaft wieder aktiv wird.

Flucht nach Neuseeland ist zwar vielleicht nicht die richtige Vorgehensweise – aber für eine gut geplante und vorbereitete Auswanderung ist die Zeit auch jetzt schon reif.

Letzte Änderung: 16.01.2012

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Peter Hahn

Jurist, Autor und Berater
Director of Hahn & Associates Ltd.

Firmengründungen, Offshore Gesellschaften, Trusts, Finanz-dienstunternehmen (keine Banklizenz notwendig!)

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