Logo Peter Hahn - erfolgreich auswandern Für immer Neuseeland

unser Traum in Neuseeland ist wahr geworden: Wir haben unsere eigene Farm gekauft ...
Peter und Yvonne Arnold

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Buch: Fuer immer Neuseeland - Erfolgreich auswandern

"Für immer Neuseeland - Erfolgreich auswandern"

Hardcover; 208 Seiten; ca. 35 Fotos; 14 x 21 cm
ISBN 978-3-934031-77-7
E 29,80

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Peter Hahn ist seit dem 19. Februar 2009 ein von der IAA (Immigration Advisor Authority) zugelassener Einwanderungsberater. Ab dem 04. Mai 2009 dürfen in Neuseeland nur noch offiziell zugelassene Einwanderungsberater praktizieren. Die Zulassung wird nicht für die Beraterfirma, sondern individuell für jeden Berater erteilt.

Siehe dazu auch den dazu geschriebenen Kommentar.

Unternehmer in Neuseeland


10 Jahre Neuseeland News! Ich erinnere mich immer noch an den ersten Anruf von Gerhard Uster, dem Gründer und Verlagsleiter der Zeitung im Jahre 1998 – ob ich ihn denn mit seiner Zeitung unterstützen würde?

Aus heutiger Sicht ist die Antwort klar, schließlich habe ich mittlerweile schon bald 100 Artikel für Neuseeland News geschrieben – auch eine Art Jubiläum! Damals war ich aber weniger optimistisch. Ich wünschte ihm viel Erfolg, prophezeite ihm aber ein kurzes Dasein, schließlich gab es vor Neuseeland News schon einige andere Versuche, deutschsprachige Zeitungen in und für Neuseeland zu etablieren. Alle Versuche sind nach ein paar Jahren eingeschlafen. Hut ab, also für die außerordentliche Pionierarbeit und den wachsenden Erfolg!

Unternehmerische Erfolgsgeschichten sind in Neuseeland, einem Land der Kleinunternehmer, sehr beliebt. Die Medien berichten gerne und häufig über den ”Selfmade Man“, den ”Entrepreneur“, der aus dem Nichts ein erfolgreiches Unternehmen aufbaut. Vor dem buchstäblichen Nichts stehen natürlich auch die aus Deutschland eingewanderten Unternehmer, die hier in Neuseeland Fuß fassen wollen. Alles ist neu! Neuer Markt, neue Gepflogenheiten, neues Rechts- und Steuersystem und, nicht zu vergessen, keine Beziehungen!

Trotzdem schaffen es immer wieder welche, und zwar in den verschiedensten Branchen.  Besonders beliebt ist das Gastgewerbe, also jede Art von Gastronomie und Beherbergung. Cafes, Restaurants, Backpacker, Lodges, Hotels und Motels – gibt es alles in deutscher Hand. Jeder Neuseeland Tourist wird sein eigenes „hier wird Deutsch gesprochen“ Erlebnis gehabt haben.

Deutsche Unternehmer in anderen Branchen sind für den Touristen weniger auffällig aber deswegen nicht minder erfolgreich, wie die folgenden exemplarischen Fälle aus meinem Kundenkreis zeigen.

Ingo Schleuss hat mit seiner Firma CBS, Company Branding Shop Ltd dieses Jahr gleich zwei herausragende Erfolge erzielt, und zwar mit dem Electra Business of the Year Award für die Region Kapiti Horowhenua und mit einem Sonderauftrag für das neuseeländische Olympiateam. CBS ist ein Textilveredlungsunternehmen in Levin, einem kleinen Ballungszentrum (”cluster“) für Textilunternehmen, cirka 1 Std. nördlich von Wellington. Das Unternehmen besteht seit 1999 und beschäftigt sechs Angestellte. Ingo und seine Familie waren eine der ersten Einwanderer, die anhand der damals noch neuen Entrepreneur Category eingewandert sind. Heute ist die Firma CBS fest in der lokalen Textilindustrie verankert und hat unter anderem das neuseeländische Olympiateam beliefert. Trotz der (aus deutscher Sicht) kleinen Größe von nur sechs Angestellten hat CBS beim Electra Business of the Year Award insbesondere durch hohe Wachstumsraten bestechen können. Das Unternehmen ist typisch für Neuseeland: klein aber fein und auf lukrative Nischen fokussiert. Hier können Sie einen Bericht im Stern aus dem Jahre 2003 über die Familie Schleuss lesen: Zum Bericht

Harmut Reichelt möchte noch mehr wachsen, größer werden und mehr Mitarbeiter beschäftigen, denn er kann mit seinen momentan zehn Beschäftigten die Nachfrage nicht ausreichend bedienen. Seine Firma arfi (Architectural Roof & Facade Innovations Ltd) ist ein Handwerksunternehmen, das innerhalb von zwei Jahren von zwei Mitarbeitern (Hartmut und seinem Geschäftspartner, Albert Sturzenegger) auf zehn Beschäftige gewachsen ist. „Schnelleres und weiteres Wachstum ist ausschließlich durch den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften beschränkt“ sagt Hartmut Reichelt. arfi ist eine hoch spezialisierte Dachdeckerfirma, die in ganz Neuseeland Aufträge an Land zieht. Dachdecken in Neuseeland ist Metallverarbeitung, denn Ziegeldächer sind hier die Ausnahme. arfi verwendet Zink, Kupfer und Aluminium für die Dach- und Fassadensysteme, die in der eigenen Werkstatt hergestellt werden. Das Material importiert Hartmut selber aus Deutschland. Auch die Spengler (auch bekannt als Dachklempner oder Flaschner), die er beschäftigt, sind, aufgrund des Arbeitskräftemangels in Neuseeland, meist aus Deutschland oder der Schweiz.

Noch ganz neu in Neuseeland ist die Firma ECCE TERRAM Ltd, die in der Region Wellington seit Anfang 2008 ein kleines Rechenzentrum betreibt. ECCE Terram ist noch mit einem Fuß in Deutschland, wo 9 Mitarbeiter Rechenzentren in Köln und Oldenburg betreiben. Während in Deutschland im etablierten Markt noch gesicherte Einkünfte generiert werden, wird der neue und noch unbekannte Markt in Neuseeland aufgebaut. Auf dem neuseeländischen Markt greift ECCE Terram auf in Deutschland bewährte Produkte, wie Rechenzentrumsdienstleistungen, Content Management und digitale Photosoftware zurück, mußte jedoch feststellen, dass der Markt sich in Neuseeland anders verhält. Frank Simon, der Geschäftsführer, hat aber inzwischen ganz andere Lücken und Nischen entdeckt: „Inzwischen haben wir gemerkt, dass es im Bereich der Suchmaschinen Optimierung in Neuseeland gutes Potential gibt“. Ganz besonders stolz ist er darauf, dass ihr neuseeländisches Rechenzentrum sogar von einem deutschen Finanzdienstunternehmen genutzt wird, das aus den verschiedensten Gründen Wert darauf legt, dass ihr Server in Neuseeland stationiert und gehostet wird.

Gibt es ein Erfolgsrezept für einen erfolgreichen Geschäftsaufbau in Neuseeland? Die Antwort ist, wie so oft, nicht einfach zu beantworten. Das Konzept mit einem Fuß noch in der Heimat zu bleiben, während in Neuseeland das Geschäft nach und nach aufgebaut wird, ist einleuchtend, allerdings nur in den wenigsten Branchen umsetzbar. Die IT-Branche ist da sicher eine Ausnahme. In den meisten anderen Fällen gilt, lieber die Zelte in Deutschland komplett abbrechen, damit man den Fokus für den Neuaufbau in Neuseeland nicht verliert. Altlasten in Deutschland lenken von der Herausforderungen, die in Neuseeland zu meistern sind, nur ab!

Hartmut Reichelt, der Spengler, ist da schon eher ein Musterfall zum Nachahmen – aber nichts für ungeduldige Unternehmer. Hartmut ist schon vor über 10 Jahren ausgewandert, hat sich in den verschiedensten Dingen versucht, war zwischenzeitlich auch in Australien bei einer Dachdeckerfirma tätig, wo er seine Geschäftsidee verfeinerte. Er hat also jahrelang Erfahrungen gesammelt, bevor er sich aufs Abenteuer Selbständigkeit in Neuseeland eingelassen hat. Wer Zeit und Geduld mitbringt wird am ehesten kostspielige Fehler in der freien und neuen Wirtschaft Neuseelands vermeiden können. Allerdings ist Geduld nicht unbedingt eine Tugend, die typisch für erfolgreiche Unternehmer ist – und überhaupt, wer will schon auf meinem Rat hören? Schließlich hatte ich der Neuseeland News ja auch keine Zukunft prophezeit! Das allgemeingültigtste Rezept ist wohl, wie bei allen erfolgreichen Unternehmern: harte Arbeit, Ausdauer und Beharrlichkeit – also doch alles genau wie in Deutschland?!

Letzte Änderung: 12.07.2016

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Peter Hahn

Jurist, Autor und Berater
Director of Hahn & Associates Ltd.

FirmengrĂĽndungen, Offshore Gesellschaften, Trusts, Finanz-dienstunternehmen (keine Banklizenz notwendig!)

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