Versicherungen
Eine Frage, die mir fast jeder Kunde stellt, ist: „wie ist denn das mit Krankenversicherungen in Neuseeland?“
Essentielle Leistungen, also das Nötigste, wird vom öffentlichen Gesundheitssystem getragen, die jeder New Zealand Resident und jeder, der einen Work Permit mit mindestens zwei Jahren Gültigkeitsdauer hat, in Anspruch nehmen kann. Man muss zwar für Routinebesuche bei Ärzten und Zahnärzten privat bezahlen, aber teurere Leistungen wie zum Beispiel Krankenhausaufenthalte (bis auf wenige Ausnahmen), werden von der öffentlichen Versicherung getragen.
Wer weder Residende Permit, noch zweijährigen Work Permit hat, sollte sich vor Einreise um eine Reiseversicherung kümmern.
Die öffentlich finanzierten Gesundheitsleistungen umfassen unter anderem:
- Kostenlose Behandlung in öffentlichen Krankenhäusern
- Kostenlose Behandlung in der 24 Stunden Unfall- und Notaufnahme in öffentlichen Krankenhäusern
- Zuschüsse für verschreibungspflichtige Medikamente
- Zuschüsse bei Hausarztbesuchen/Allgemeinmediziner (GPs - General Practitioners) von Familienmitgliedern
- Zuschüsse der Behandlung durch Physiotherapeuten, Chiropraktikern und Osteopathen, bei Überweisung vom GP
- Kostenlose oder bezuschusste Behandlung von akuten oder chronischen medizinischen Beschwerden
- Kostenübernahme von Laborkosten, Röntgenuntersuchungen, außer bei privaten Kliniken
- Kostenlose Behandlung für Gesundheitsvorsorge während Schwangerschaften und Geburten, außer wenn eine Versorgung durch den Privatsektor erfolgt
- Kostenlose verschreibungspflichtige Medikamente für alle öffentlichen Krankenhauspatienten
- Zuschüsse für Arztbesuche und Rezepte bei Kindern unter sechs Jahren
- Kostenlose Mammographien für Frauen im Alter zwischen 45 und 69 Jahren
Trotzdem sind private Krankenversicherungen empfehlenswert, zumal diese hier in Neuseeland verglichen mit Deutschland sehr preisgünsig sind. Als Faustregel kann man sagen, dass die private Krankenversicherung im Jahr hier soviel kostet, wie man in Deutschland im Monat bezahlen würde. Das ist zwar eine grobe Vereinfachung, denn auch hier berechnen die Versicherungen die Prämien je nach Risiko (wer raucht, zahlt zum Beispiel mehr), gibt Neuankömmligen aber einer ersten Anhaltspunkt.
Mit privaten Zusatzversicherungen kann man vielfach auch die Wartezeiten umgehen, die im öffentlichen Gesundheitssystem vorkommen können. Trotz kostenloser staatlicher Leistungen im Gesundheitsbereich, schließen die meisten Kunden daher eine zusätzliche Privatversicherung ab. Privatkrankenversicherungen verschaffen den Versicherten auch Zugang zu privaten Krankenhäusern.
Wer dazu ausführlichere und fachkundige Informationen einholen will, kann sich direkt mit dem einzigen Versicherungsberater, der sich auf Deutsche Kunden spezialisiert hat, in Verbindung setzen. Peter Tetzlaff (auch ein früherer Kunde von Hahn & Associates) berät Deutsche in Versicherungsfragen und arbeitet eng mit Hahn & Associates zusammen.




Peter Tetzlaff 
